Treffpunkt: Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

NEU.N: „Schirme dich Gott, Elberfeld!“

Spaziergang zu Orten jüdischen Lebens

Seit dem frühen 19. Jahrhundert waren Juden aus der ländlichen Region des Bergischen Landes und auch von weiter her in die boomende Textil- und Industriestadt Elberfeld gezogen. Hier gründeten sie kleinere Geschäfte und Handwerksbetriebe und auch einige größere Unternehmen. Sie ließen sich als Ärzte und Rechtsanwälte nieder, als Lebensmittel-, Pferde- und Altwarenhändler, als Schneider, Metzger und Weber. 1852, nach der Gründung der Elberfeld-Barmer Gemeinde, wirkten sie auf den Bau einer Synagoge hin, die 1865 an der Genügsamkeitstraße eingeweiht wurde. In der Folge entwickelten die Juden und Jüdinnen im Wuppertal viele soziale und kulturelle Aktivitäten. Wie brüchig jedoch die im Laufe des 19. Jahrhunderts errungene gesellschaftliche Integration und das alltägliche Miteinander tatsächlich waren, bezeugt am Ende des Spaziergangs das Mahnmal für die 801 jüdischen Opfer der vier Deportationen aus Wuppertal in den Jahren 1941 und 1942.

Die ostjüdische und orthodoxe Betstube in einem Hinterhaus der Luisenstraße (Archiv Begegnungsstätte Alte Synagoge)