Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal
NEU.N: Dichterin, Rebbetzen, Auswanderin
Minna Kleeberg – Elmshorn, Elberfeld, USA
Minna Kleeberg, 1841 im holsteinische Elmshorn geboren, erkannte schon als junges Mädchen ihre dichterische Begabung. Ihr Vater, der Arzt Dr. Marcus Cohen, förderte sie nach Kräften, so dass sie bereits als 18-Jährige Gedichte, darunter auch politische, in jüdischen Zeitschriften publizierte. 1862 heiratete Minna Cohen Leopold Kleeberg, der seit einem Jahr Rabbiner in Elberfeld war, und schrieb weiterhin, unter anderem die Hymne zur Einweihung der Synagoge an der Genügsamkeitstraße am 15. September 1865. 1866 erhielt Minna Kleebergs Mann einen Ruf an die Synagoge von Louisville in Kentucky, wo Minna Kleeberg sofort als anerkannte deutschsprachige Dichterin in diverse Projekte einbezogen wurde, z.B für ein Gebetbuch in deutscher und englischer Sprache, das der renommierte Reformrabbiner Isaac M. Wise 1868 herausgab. Ihre einzige Gedichtsammlung in Buchform erschien 1877 in Louisville und New York. Schon Ende des folgenden Jahres starb die Dichterin im Alter von erst 37 Jahren.
