Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

Formen des gegenwärtigen Antisemitismus

"Schuldkult", documenta fifteen und der 7. Oktober

Vortrag von Dr. Volker Weiß, Hamburg

Die Delegitimierung Israels und historische Relativierungen zählten stets zum Repertoire des Antisemitismus nach der Shoah. Doch heute brechen sich diese Phänomene mit erstaunlicher Macht lagerübergreifend und international Bahn. Während klassische Nationalisten behaupten, die Deutschen würden mittels "Schuldkult" daran gehindert, ein "souveränes Volk" zu sein, skandieren selbsterklärte Progressive "Free Palestine from German Gilt". Der Vortrag geht den Elementen dieser neuen Weltanschauung und ihren impliziten Konsequenzen nach.


Dr. Volker Weiß ist Historiker und forscht hauptsächlich zur Geschichte und Gegenwart der extremen Rechten. Er studierte Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und Literaturwissenschaft in Hamburg und wurde 2009 mit einer Arbeit über den jungkonservativen Kulturtheoretiker Arthur Moeller van den Bruck promoviert. Nach einigen Jahren als Hochschuldozent machte er sich als Autor selbständig. Sein 2017 erschienenes Buch Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes war 2017 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert, 2019 kommentierte er die Erstveröffentlichung des Vortrags "Aspekte des neuen Rechtsradikalismus" von Theodor W. Adorno, 2021 war er Gastprofessor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, heute schreibt er vor allem für die "Süddeutsche Zeitung".

Eintritt 5,00 €

Wegen der begrenzten Platzzahl ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich!