Krieg in Israel_Angebote für die Schule

Die Begegnungsstätte unterstützt Lehrerinnen und Lehrer

Liebe Lehrerinnen und Lehrer,

 

vor dem Hintergrund der terroristischen Angriffe der Hamas auf israelische Kibbutzim, Dörfer und Städte und des aktuellen Krieges in Israel und Gaza sind Spannungen und Unruhen auch in Schulen in Deutschland wahrscheinlich. Die Kulturministerien verschiedener Bundeländer haben bereits reagiert und möchten Lehrkräfte im Umgang mit schwierigen Situationen unterstützen und absichern.

 

Auch die Begegnungsstätte bietet Raum, um sich über die aktuellen Ereignisse auszutauschen und zu beraten. Bitte nutzen Sie unser grundsätzliches Gesprächsangebot, wenn Sie Fragen und Beratungsbedarf haben, wenn Sie mit Ihren Schüler:innen zu Gesprächen mit uns in die Begegnungsstätte kommen möchten oder wenn wir zu Ihnen in die Schule kommen sollen.

 

Einfach anrufen oder mailen: 0202-563.2843 | info@alte-synagoge-wuppertal.de

 

Im Folgenden geben wir Ihnen folgende Informationen in allerkürzester Form:

 

 

• Zwei Grundsätze zum Argumentieren

 

Die Sicherheit und das Existenzrecht Israels sind für die Bundesrepublik Deutschland nicht verhandelbar. Nur auf dieser verabredeten Basis sind Gespräche über den israelisch-palästinensischen Konflikt möglich, und auf diese Basis können Sie Ihre Schüler:innen verpflichten.

Der Applaus für Hamas-Verbrechen ist in Deutschland strafbar. Das Recht auf freie Meinungsäußerung kann hier nicht in Anspruch genommen werden. Pararaph 140 des Strafgesetzbuchs verbietet die „Billigung“ von Straftaten, wenn es „in einer Weise“ geschieht, „die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören“. Bei der Attacke der Hamas auf Israel handelt es sich um Terrortaten. Am Beispiel der Terrorattacken auf das World Trade Center am 11. September 2001 hat das Oberlandesgericht Karlsruhe im Jahr 2003 entschieden: Diese sind so gewichtig, dass es für ein Verbot der "Billigung“ auch hierzulande genügt.

 

 

• Unser Workshop „Free Palestine“ – Israel, der „neuralgische Punkt“ für Judenfeindlichkeit in Gesprächen mit Schüler:Innen

 

Der Workshop im zeitlichen Umfang von maximal 3 Zeitstunden umfasst folgende Elemente:

1 Quiz zur Geschichte und Gegenwart Israels und Palästinas

2 Bildpräsentation zur Geschichte und Politik des Nahen Ostens

3 Fragen und Raum für Diskussionen

 

Der Workshop ist noch in seiner Entwicklung, eignet sich aber bereits schon jetzt als Fortbildung für Lehrkräfte. Ziel soll aber sein, eine Unterrichtseinheit zu entwickeln, die fallbezogen oder regelmäßig im Rahmen historisch-politischer Bildung ins Schulleben implementiert wird. Dies würden wir gern mit Lehrkräften gemeinsam entwickeln und freuen uns auf Ihre Teilnehme und Ihr Engagement.

 

• Unser Materialkoffer „Antisemiwas?“ Unterrichtsmaterial für Schule und Jugendarbeit

 

Der Koffer enthält Material zur Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus in 7 Kapiteln (Entstehung des Antisemitismus, Judenfeindlichkeit in der Kirchengeschichte, im 19. Jahrhundert und in der Zeit des Nationalsozialismus, Antisemitismus nach 1945, israelbezogener Antisemitismus; Funktionsweise und Attraktivität des Antisemitismus; Jüdische Geschichte und Religion). Das Besondere an unserem Material ist der örtliche Bezug auf Wuppertal und die Region, viele Vorschläge für Unterrichtsgespräche, Impulse, Methoden und Fragestellungen.

 

Wir stellen Ihnen das Material gern persönlich vor, aber Sie können es sich auch direkt bei uns ausleihen.

 

Wir sind für Sie da!

Mit freundlichen Grüßen, Ihre

Ulrike Schrader

Antisemitische Schmiererei an der Begegnungsstätte Alte Synagoge, 16. Mai 2002 (Foto: Ulrike Schrader)