Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

NEU.N: www.wuppertaler-gedenkbuch.de

Ein Internetprojekt zur Erinnerung an die Holocaustopfer aus Wuppertal

Es war Kern und Ziel der nationalsozialistischen Ideologie und Politik, alle Juden und Jüdinnen, jeden und jede einzelne, zu töten, ihr Recht auf Leben zu leugnen und die Erinnerung an sie restlos zu tilgen. Noch von den Rändern Europas, ob im Norden Norwegens oder auf den kleinsten Inseln der Ägäis, ob an der Küste Nordafrikas oder im Osten der Sowjetunion – überall sollten Juden und Jüdinnen aufgespürt und getötet werden, vom Säugling bis zur Greisin. Nichts sollte von ihnen bleiben.

 

Die Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal ächtet diese Absicht und möchte in dem Versuch, die Lebensgeschichten der Ermordeten zu rekonstruieren, ein Denkmal schaffen. Dabei fragen wir nach den familiären Beziehungen, nach den Wohnadressen, nach Ausbildung und Beruf, und wir versuchen uns vorzustellen, was diese Menschen geglaubt, gewünscht, gedacht und gehofft haben.

 

Seit November 2024 dokumentiert das Wuppertaler Gedenkbuch die Lebensdaten und Lebenswege von fast 1500 Wuppertalerinnen und Wuppertalern, die zwischen 1933 und 1945 ermordet wurden oder an den Folgen der Haft starben, weil sie jüdisch waren oder dafür galten. Es ist ein „work in progress“ – wir berichten über den aktuellen Stand.

Eva Israel, geb. 1927, deportiert nach Izbica im April 1942 (Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal)