Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

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Der Elberfelder Rechtsanwalt und Gemeindevorsteher Gustav Brück

Es gibt noch keine offizielle und sichtbare Würdigung der Lebensleistung von Gustav Brück. Das ist nicht richtig. Seit 1904 am Landgericht Elberfeld als Rechtsanwalt zugelassen, war er früh Mitglied der jüdischen Gemeinde Elberfeld, engagierte sich in Kommissionen und Kuratorien, hatte Ideen und setzte sie im Einklang mit dem Vorstand der Gemeinde und Rabbiner Dr. Joseph Norden auch durch.

In der nationalsozialistischen Verfolgungszeit stand er Gemeindemitgliedern als „Konsulent“ rechtlich zur Seite und tat alles, um sie vor dem gewalttätigen Zugriff zu schützen. Er selbst überlebte, weil die Nationalsozialisten ihn wegen seiner Frau Johanna Jung als Partner einer „privilegierten Mischehe“ einstuften, ein absurd-rassistisches, zugleich folgenreiches Prinzip. Nach 1945 übernahm Gustav Brück, Mitglied der SPD, sofort wieder die Verantwortung für die kleine Gemeinde aus Überlebenden.

Vor 70 Jahren starb er im Jahr 1956 mit fast 80 Jahren. Gustav und Johanna Brück und ihrer beider Lebensleistung dürfen nicht vergessen bleiben!

Gustav Brück, 1877-1956 (Archiv Begegnungsstätte Alter Synagoge Wuppertal)