Solidarität mit der jüdischen Gemeinde und klare Haltung!

Das Team der Begegnungsstätte Alte Synagoge verurteilt den Brandanschlag auf die Synagoge in Wuppertal Barmen entschieden. Unsere volle Solidarität gilt den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde.

„Dass man anderer Leute Häuser nicht anzündet, das lernt man nicht. Das weiß man,“ so in etwa sagte es der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse einmal. Nun hat jemand versucht, die Synagoge in Wuppertal-Barmen in Brand zu setzen und damit ein Tabu gebrochen.

Über Täter und Tathergang ist noch nicht viel bekannt. Fest steht jedoch:

Eine Synagoge anzuzünden, ist mehr als Sachbeschädigung. Das war schon beim Novemberpogrom 1938 so. „Zur letzten Konsequenz bereit!“ titelte die nationalsozialistische Propagandazeitung damals, und was das bedeutete, ist bekannt.

Auch wenn der Sachschaden gestern gering geblieben ist und es keine Verletzten gab: Der Anschlag ist ein Angriff auf jüdisches Leben und setzt ein bedrohliches Signal, dem wir uns gemeinsam entschieden entgegenstellen müssen.

Wir stehen an der Seite der Mitglieder der jüdischen Gemeinde und erwarten eine klare politische Wahrnehmung der realen Gefährdung jüdischen Lebens sowie Entscheidungen, die dem Schutz jüdischer Menschen und Einrichtungen angemessen Rechnung tragen!