Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal
"Hauptsächlich erste Bedingung: Schulkenntnisse!" Der jüdische Weber Samuel Steilberger und seine Zeit
Dr. Ulrike Schrader führt durch die Ausstellung der Begegnungsstätte
Am ersten Sonntag im Juli lädt die Begegnungsstätte Alte Synagoge zum letzten Mal vor den Sommerferien zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung ein. Die Kuratorin der Schau, Dr. Ulrike Schrader, erläutert den jüdischen Festkalender, bevor sie sich mit den wichtigsten Ereignissen der jüdischen Geschichte im Wuppertal und in der Region beschäftigt.
Am Beispiel des "kleinen Mannes" Samuel Steilberger, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit seiner großen Familie aus seiner Heimat Langenberg (heute Stadtteil von Velbert) ins Wuppertal gezogen war, kann man gut verfolgen, wie sich hier eine Gemeinde gründete, die Synagoge gebaut und die Mitglieder nach und nach selbstverständlicher Teil der städtischen Gesellschaft wurden. Selbstverständlich? Das ist bis heute umstritten, denn schon in der Kaiserzeit entpuppte sich die schöne Illusion einer deutsch-jüdischen Symbiose als brüchig. Was die Juden gegen den aufwallenden Antisemitismus um 1900 unternahmen, wird ebenfalls Teil dieser Ausstellungsführung sein.
Der Eintritt ist frei.
Bereits um 14 Uhr wird eine Führung in russischer Sprache stattfinden, die von Dr. Peter Rutmann geleitet wird.
