Die Abschottung der Welt

Internationale Reaktionen auf die Vertreibung der Juden 1933 - 1945.

Vortrag und Gespräch mit Dr. Susanne Heim

Mit der NS-Machtübernahme wurden tausende Jüdinnen und Juden zur Emigration aus Deutschland gedrängt. Dies hatte weitreichende Folgen für die internationale Staatengemeinschaft. Hilfsbereitschaft und zivilgesellschaftliche Initiativen zur Unterstützung der Geflüchteten in den Nachbarstaaten Deutschlands wichen schon bald einer »Das-Boot-ist-voll«-Stimmung. Abschreckungsmaßnahmen wie die Verschärfung von Grenzkontrollen, die Unterbringung in Lagern oder heimliche Abschiebungen über grüne Grenzen trugen dazu bei, die Flüchtlinge in eine Sphäre der Rechtlosigkeit abzudrängen. Sie bestiegen seeuntüchtige Boote, um der Verfolgung zu entkommen, mussten Fluchthelfer bezahlen und zunehmend illegale Wege gehen, um sich in Sicherheit zu bringen. Mit jedem deutschen Expansionsschritt stieg die Zahl derer, die sich vor der Verfolgung und letztlich der Ermordung zu retten suchten.

PD Dr. Susanne Heim ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin. In ihrer neuen Studie »Die Abschottung der Welt« (C.H.Beck 2026) untersucht sie erstmals systematisch, welche perfiden Barrieren die freien Länder der Welt gegen die Flüchtlinge errichteten. Ihr anschaulich erzähltes Buch führt eindringlich vor Augen, warum nur so wenigen Juden die Flucht gelang  –  bis der NS-Staat die Emigration verbot und den Massenmord organisierte. 

In Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal / Solingen / Remscheid und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Wuppertal e.V.

Ort: Begegnungsstätte Alte Synagoge, Genügsamkeitstraße, 42105 Wuppertal

Gebühr: 5,00 €

Anmeldung bei: Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal E-Mail: info@alte-synagoge-wuppertal.de Telefon: +49 (0)202 5632843

Credit: Adrienne Gerhäuser