Forum im Johannes-Rau-Haus, Roberstraße 5

Widerstand und Emigration

Heinz Kühn, die Sozialdemokratie und das Reichsbanner

Lesung mit Olaf Reitz, kommentiert von Dr. David Mintert, Geschäftsführer von „Arbeit und Leben NRW“ und Vorsitzender des Fördervereins der Begegnungsstätte Alte Synagoge

 

„Nicht vergessen werden darf die Zeit, die leuchtende Zeichen der Freiheit, der Gesinnung, des Opfers gesetzt hat, als ringsum alles im Zwielicht der Gleichgültigkeit und Widerstandslosigkeit zu verdämmern schien. Nicht vergessen werden, nur weil diese Zeichen weggeblendet wurden durch die grellen und düsteren Ereignisse im Feuerbrand von Krieg und Götterdämmerung und im Exodus von Millionen Menschen.“ Das schrieb Heinz Kühn, nordrhein-westfälischer Ministerpräsident von 1966 bis 1978, über seine Memoiren, die im Jahr 1979 als Buch erschienen. Auch mit diesen Erinnerungen eines Sozialdemokraten im Widerstand setzte in der Folge ein von vielen Menschen und Milieus getragener Aufarbeitungsprozess der NS-Geschichte ein, der in die Gründung von vielen örtlichen Gedenkstätten mündete und die heute so lebendige „Erinnerungskultur“ anschob.

Eintritt frei

Veranstalter: SPD-Unterbezirk Wuppertal und Förderverein Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal e.V.

Junge Wuppertaler Reichsbannermänner mit Fahne, Tambourin und Schellenbaum (Sammlung David Mintert)