Treffpunkt: Landgericht, Eiland 1

Vom Landgericht zum Polizeipräsidium

Stadtspaziergang auf den Spuren der NS-Zeit in Wuppertal

 

Wuppertal als industriegeschichtlich bedeutende und stark protestantisch geprägte Metropole spielte in der Zeit des Nationalsozialismus eine wichtige Rolle. Ein Großteil der heutigen Friedrich-Engels-Allee ist 1933 in „Adolf-Hitler-Straße“ umbenannt worden und war Teil eines zwar notwendigen, aber auch nationalsozialistisch ‚gedachten‘ Städtebauprojekts mit einem neuen Stadtzentrum am Haspel und einem verkehrsgerechten Ausbau der Talachse. Der Zweite Weltkrieg verhinderte zwar den Ausbau Wuppertals zu einer NS-Musterstadt. Einige Vorhaben von 1938 wurden aber nach 1945 wieder aufgegriffen und modifiziert umgesetzt.

 

Entlang der Friedrich-Engels-Allee erinnern zahlreiche – und zum Teil noch erhaltene – Gebäude an die NS-Zeit: an den SA-Terror vor der so genannten „Machtergreifung“, an einen berüchtigten NS-Massenmörder, aber auch Opposition und Widerstand gegen das Regime. Die Tour startet am Landgericht, das von 1933 bis 1945 ein Ort des Unrechts war und an dem Krieg nationalsozialistische Verbrechen aufgeklärt und bestraft wurden. Die rund zweistündige Tour endet am Polizeipräsidium. Ab 1939 befand sich dort u.a. die regionale Gestapo-Zentrale. Nach 1945 war das Gebäude als Sitz der britischen Militärregierung und der Stadtverwaltung der Ausgangspunkt für Wuppertals Rückkehr zur Demokratie.

 

Leitung: Michael Okroy

Treffpunkt: Landgericht Wuppertal, Eiland 1

Teilnahmegebühr: 5,00 €

Anmeldungen sind nicht erforderlich.

 

 

Kontakt und Informationen:

T 0202-563.2843 | E info@alte-synagoge-wuppertal.de

www.alte-synagoge-wuppertal.de

Die Zentrale des NS-Terrors im Bergischen Land: Das 1939 eingeweihte Polizeipräsidium Wuppertal. Foto: Karl Hugo Schmölz/ Archiv Wim Cox, Köln