Polizeipräsidium Wuppertal, Friedrich-Engels-Allee 228

Erste Opfer

Gedenkstunde zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus und zugleich an den 90. Jahrestag der nationalsozialistischen Machtübernahme am 30. Januar 1933

 

Zwei Gedenkanlässe werden in diesem Jahr in Wuppertal gemeinsam erinnert: der 27. Januar als Internationaler Tag des Gedenkens für die Opfer des Holocausts und der 30. Januar 1933 als Tag der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland. Im Zentrum der diesjährigen Gedenkveranstaltung stehen die ersten Opfer des Nationalsozialismus. Diese sind vor allem politische Gegner. Zeitungsartikel aus der „Barmer-Zeitung“ oder der „Freien Presse“ dokumentieren die angespannte, mit Gewalt aufgeladene Atmosphäre auf den Straßen in Elberfeld und Barmen. Sozialdemokraten und Sozialisten demonstrieren gegen die Wahl Adolf Hitler; die Nationalsozialisten ziehen triumphierend im Fackelzug vom Rathausvorplatz in Barmen nach Elberfeld. Es kommt zu Straßenkämpfen. Erstes Opfer ist Friedrich Born, Kommunist, ermordet am 1. März 1933; er war 33 Jahre alt.

 

Marina Matthias und Udo Thies lesen Auszüge aus der lokalen Presse, erinnern an die ersten Opfer und geben so ein Bild der ersten Tage und Wochen nach der Machtübernahme und dem Beginn der Zerstörung der Demokratie.

 

Veranstalter: Stadt Wuppertal in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Wuppertal, der Begegnungsstätte Alte Synagoge, der Bergischen Musikschule, dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/ Solingen/ Remscheid, dem Fachbereich Politik-Geschichte der Bergischen Volkshochschule und anderen

tort Wilhelmstraße: Nach dem Mord an dem jüdischen Reichsbanner-Mann Oswald Laufer am 7. März 1933 (Landesarchiv Rheinland, Ger. Rep. 5/673, Bl. 20)