Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

„Auch viele Schülerinnen beteiligten sich an dieser Vernichtung…“

Die Bücherverbrennungen in Wuppertal am 1. April 1933

Vortrag von Michael Okroy, M.A.

 

 

Am 1. April 1933 organisierten Wuppertaler Oberschüler*innen zwei große Bücherverbrennungen – schon Wochen vor den reichsweiten Aktionen in den deutschen Universitätsstädten am 10. Mai und zeitgleich mit dem ersten großen Boykott gegen jüdische Geschäftsinhaber. Viele Schaulustige verfolgten begeistert, wie die als „undeutsch“, Schund und jüdisch gebrandmarkten Bücher von Lion Feuchtwanger, Kurt Tucholsky oder Siegmund Freud unter Gejohle in die Flammen geworfen wurden.

 

Michael Okroy ist freier wissenschaftlicher Mitarbeiter der Begegnungsstätte Alte Synagoge und hat u.a. zu den Wuppertaler Bücherverbrennungen geforscht und publiziert.

Die deutschnationale „Bergisch-Märkische-Zeitung“ berichtete voller Begeisterung über die Büchervernichtung. (BMZ vom 4.4.1933, Stadtarchiv Wuppertal)