Begegnungsstätte Alte Syngaoge Wuppertal
Aussichtslos!
Die nationalsozialistische Verfolgung Wuppertaler Jüdinnen und Juden
Sonntagsführung durch die Dauerausstellung mit Dr. Ulrike Schrader
Anlässlich unserer neuen Station in der Dauerausstellung beginnt die ersten Sonntagsführung im neuen Jahr an ihrem Ende, bei der Befreiung der Juden und Jüdinnen von der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Ein mit vielen verschiedenen Handschriften und bunten Stiften gefülltes Adressbuch aus dem Büro der Jüdischen Kultusgemeinde ist ein berührendes Zeugnis der verzweifelten Suche nach Überlebenden und denen, die deportiert und ermordet wurden. Das geblümte Kleid von Marianne Faßbender erinnert an ihre Odysee durch die Ghettos und Lager von Łódź, Auschwitz und Bergen-Belsen. Abschiedsgeschenke und Erinnerungsstücke, eine Postkarte mit Tränenspuren sind Liebesbeweise vor dem endgültigen Abschied. Kohle und Ziegelsteine sind Überbleibsel der verbrannten Synagoge. Und die Landgerichtsakte über den "Fall Lothar Goldschmidt" ist ein erschütterndes Beispiel für die Kapitulation des Rechtsstaats.
Olaf Reitz hat die Texte für die neue Medienstation geschrieben und eingesprochen, Christoph Schönbach war für die Gestaltung und technische Umsetzung verantwortlich.
Die neue Medienstation wurde maßgeblich gefördert durch den Förderverein Begegnungsstätte Alte Syngaoge.
Zur Führung sind Anmeldungen nicht nötig, der Eintritt ist frei.

