„Blickpunkte“ zeigt bekannte und alltägliche Wuppertaler Orte, die in der Zeit des Nationalsozialismus von Bedeutung waren. Es sind Wohnhäuser jüdischer Familien, die Machtzentrale der NSDAP, Versammlungsstätten rechtsradikaler Organisationen, Orte der so genannten „Erbgesundheit“, Stätten eines „deutschen“ Kulturlebens oder der Bahnhof, von dem aus die Deportationen der Wuppertaler Juden stattgefunden haben. Viele weitere sind denkbar.
Mit ihren Handy-Videos möchten die Jugendlichen auf die Geschichte dieser Orte aufmerksam machen, in einer Weise, wie sie Jugendlichen vertraut ist – in ihrer eigenen Sprache, kurz und lebendig. Das Projekt ist bei weitem nicht abgeschlossen und kann auch von anderen Schulen aufgenommen werden. Ziel ist, die Videos mit zusätzlichem Material anzureichern und das Ganze ins Englische zu übersetzen, so dass auch Touristen diese „alternative“ Stadtführung selbständig unternehmen können.
Johannisberg 40, 42103 Wuppertal
51.253098571530394, 7.143041089652876
42117 Wuppertal
51.250882554477315, 7.140702027083972
Briller Str. 34, 42105 Wuppertal
51.256384910488535, 7.131738593350832
Briller Str. 2, 42103 Wuppertal
51.2541747690323, 7.132588696856082
Untergrünewalder Str. 2, 42103 Wuppertal
51.25586128923833, 7.136161526707013
Kasinostraße 1, 42103 Wuppertal
51.257650730979215, 7.1417565023258325
Daniel Buck, Leiter der Projektgruppe: „Als Schule, die sich gegen Rassismus und Antisemitismus stellt, ist es mir als Geschichtslehrer wichtig, diese Absicht auch mit konkretem Inhalt zu füllen. Unsere Stadt ist voller Gebäude und Orte, die eine historische Bedeutung besitzen, gerade auch mit Blick auf den Nationalsozialismus. Die SchülerInnen unseres Projektkurses gehen der Aufgabe nach, diese Orte diesbezüglich zu erforschen und zu erzählen, was dort in der NS-Zeit passiert ist.“
Miriam Scherff, Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal: „In Wuppertal hat das Erinnern einen besonders hohen Stellenwert – besonders vor dem Hintergrund, dass der Antisemitismus sich wieder merklich ausbreitet, in allen Gesellschaftsschichten. Der Holocaust darf niemals zu einem bloßen Kapitel in einem Geschichtsbuch werden, wir müssen uns aktiv gegen das Vergessen einsetzen und die Lehren ins Jetzt übertragen.“
Dr. Ulrike Schrader, Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal: „Dass Judenhass immer noch und zunehmend offen auf Schulhöfen, im Netz und in politischen Debatten geäußert wird, zeigt, wie zerbrechlich Erinnerung ist. Darum ist es gut, wenn Schülerinnen und Schüler neue Wege des historischen Rückblicks finden und gehen. Etwas Besseres als Aufklärung haben wir noch nicht entdeckt.“
Beteiligte Schülerinnen und Schüler (in alphabetischer Reihenfolge): Selin Altunok, Nele Bruch, Marie Brüning, Larina Buiting, Lena Erfurt, Ronja Fischer, Paula Fremgen, Melda Gündogan, Mert Hidirli, Anna Jansink, Efe Karakuzulu, Anastasios Kress, Lea Laborge, Kirill Lodzsun, Hanako Schatz, Julian Schweitzer, Öznur Sen, Lena Sonntag, Nick Stasch, Rojin Tanis, Aischa Woisetschläger
Für die technische und gestalterische Umsetzung unseres Projekts in eine Website danken wir sehr herzlich Herrn Christoph Schönbach.
Karte Wuppertal 1933