10. Juli: Tag der Solidarität mit Israel

Erklärung der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

Seit dem 7. Oktober 2023 ist ein deutlicher Anstieg antisemitischer Einstellungen und auch antisemitisch motivierter Kriminalität zu beobachten. Angeblich pro-palästinensische Demonstrationen, Besetzung von Universitätscamps, auf Mauern aufgesprühte oder geklebte Parolen, aber vor allem die ungesteuerte Bilderflut in den social media feiern das Massaker der Hamas als Befreiungskampf. Auch in den akademischen Reihen der Wissenschaft wird – von Lehrenden und Studierenden gleichermaßen – ein historischer Kontext konstruiert, der das Verbrechen der Terroristen als moralische Folge aus einem angeblich unrechtmäßigen Siedlerkolonialismus legitimiert.

 

Der mörderische Angriff der Hamas auf die Zivilbevölkerung im Süden Israels und die unmittelbare Verbreitung des sadistischen Massakers weltweit haben das Grundvertrauen der Juden und Jüdinnen zur Sicherheit in ihrem Staat erschüttert und Urängste geweckt. Das alleinige und unverhohlene Ziel der Hamas ist die Tötung eines jeden einzelnen Juden, einer jeden einzelnen Jüdin.

 

Am Tag der Solidarität mit Israel und Jüdinnen und Juden weltweilt erklären die Mitarbeitenden der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal ihr tiefes Mitgefühl für die Angehörigen der Ermordeten und der Geiseln, die immer noch in der Gewalt der Terroristen sind. Wir verurteilen den fanatischen Judenhass der Gegenwart, gleichgültig, aus welchen Motiven und vor welchem ideologischen Hintergrund er sich äußert. „Nie wieder!“ darf keine hohle Floskel sein, „Nie wieder!“ ist jetzt.

Parole in Wuppertal, 23. Mai 2023 (Foto: Ulrike Schrader)