Vortrag von Michael Okroy, M.A.

Seit über 125 Jahren gibt es den Firmenstandort „Kaufhof“ in Wuppertal. Vielen Älteren ist das Warenhaus noch als „Tietz“ bekannt. Der jüdische Kaufmann Leonhard Tietz (1849-1914) sie­delte 1889 von Stralsund in die aufstrebende Textil- und Handelsmetropole Elberfeld über und hatte nach ersten kleineren Geschäftsgründungen 1912 am Neumarkt ein neues und prächtiges Warenhaus errichtet. Es galt als eins der größten und architektonisch bedeutendsten seiner Art im deutschen Kaiserreich. 1933 „arisierten“ die Nationalsozialisten das Tietz-Familienunterneh­men und nannten es in „Westdeutsche Kaufhof AG“ um. Die Eigentümerfamilie sowie sämtliche jüdischen Vorstandsmitglieder und Angestellten von „Tietz“ wurden entlassen, ins Exil getrieben oder kamen im Holocaust um.


Eine Veranstaltung des Bergischen Geschichtsvereins, Abt. Wuppertal

Eintritt frei